Greenpeace
Februar 2006 - Ocean Defenders Newsletter Nr. 3
Vom Meer in die Supermärkte

Vom Meer in die Supermärkte

Hallo liebe Meeresschützer! Inzwischen haben wir das Südpolarmeer verlassen und wieder Kurs auf die Heimat genommen, um den Kampf gegen die Waljagd von der hohen See auf die Supermärkte zu verlagern. Es ist toll zu wissen, dass es überall auf der Welt Meeresschützer gibt, die uns so tatkräftig unterstützen! Nach vielen inspirierenden und emotional aufwühlenden Wochen auf See werde ich die Expedition in Kapstadt verlassen - doch natürlich werde ich weiterhin als Meeresschützer an Bord bleiben. Ich hoffe, Sie auch! Die Gewässer der Antarktis liegen zwar hinter uns, doch dies ist nicht das Ende unserer Kampagne für den Schutz der Wale. Als nächstes werden wir Supermärkte ins Visier nehmen. Wir wollen offen legen, welche Unternehmen es zu verantworten haben, dass die Walfangflotte auf See bleibt. Die Esperanza wird unsere ein Jahr dauernde "SOS Weltmeer"-Expedition fortsetzen, um unserere Ozeane auch weiterhin direkt vor Ort zu verteidigen: Bitte unterstützt uns auch bei unserem Kampf gegen die illegalen Piratenfischer draußen im Atlantik.

Im Namen der Meere,

Shane Rattenbury
Leiter der Südpolarmeer-Expedition

P.S. Da dieser Newsletter so zeitnah zum Valentinstag erscheint, möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen und allen Meeresschützern eine "E-Card zum Valentinstag" schicken. Sie können sie an Freunde, Familie und Kollegen weiterleiten. Unsere E-Cards können gratis versendet und empfangen werden. Danke, dass Sie die Botschaft weiter verbreiten!

Weitere Informationen über die "SOS Weltmeer"-Kampagne finden Sie auf:
http://www.greenpeace.de/themen/meere/sos_weltmeere/

Kurswechsel bei Walschutz-Kampagne: Vom Meer zu den Regalen der Supermärkte
Wir üben weiterhin Druck auf Nissui und Gorton's aus: und haben inzwischen auch schon ein weiteres Unternehmen ins Visier genommen Sealord (Englisch), ein in Neuseeland ansässiges Fischereiunternehmen, das zu 50 Prozent Nissui gehört. Sealord verkauft Fisch an Distributoren weltweit, und wir werden uns auf diejenigen Produkte konzentrieren, von deren Verkauf die Walfänger profitieren. Falls ihr es nicht schon tut: Bitte macht jetzt mit! (Englisch) Fordert Sealord dazu auf, seinen Einfluss geltend zu machen, sich für den Walfangstopp einzusetzen und Nissui dazu zu bringen, die Waljagd endlich ein für alle Mal zu beenden. Bleibt dran und haltet euch auf dem Laufenden über weitere Möglichkeiten, aktiv an dieser fortlaufenden Kampagne mitzuwirken.

Mehr über den Sieg in Argentinien

Ein bekannter argentinischer Meeresfrüchte-Anbieter, Pesquera Santa Elena, verwendete bei der Herstellung seiner Produkte bis vor kurzem Fisch von Nissui. Also beschlossen wir, Santa Elena dazu aufzufordern, keinen Fisch mehr von Nissui zu kaufen und klar zu machen, dass Walfang schlecht für das Geschäft ist. Innerhalb von nur zwei Tagen kontaktierten über 21.000 Cyberaktivisten das Unternehmen und luden über das Internet Sticker für Santa Elena Produkte herunter, die sie in Supermärkten auf die Waren aufklebten, um darauf aufmerksam zu machen, dass Santa Elena in die Waljagd involviert war.

Willst du mehr tun, um uns in unserem Kampf gegen die Waljagd und für den Schutz unserer Meere zu unterstützen? Mit einer sicheren Online-Spende kannst du die Kampagne noch heute unterstützen. Vielen Dank!
Demnächst: Westafrika
Demnächst: Westafrika


Auch heute gibt es auf hoher See Piraten. Doch sie kreuzen die Meere nicht mehr mit einer Totenkopf-Flagge auf der Suche nach vergrabenen Schätzen. Stattdessen sind auf der Jagd nach Fisch. Die Fangschiffe der Piraten plündern die begehrten Fischbestände entlang der westafrikanischen Küste und machen selbst vor gefährdeten Arten wie dem Großen Thunfisch nicht halt. Eine Milliarde Menschen, von denen ein großer Teil in Armut lebt, sind auf Fisch als hauptsächliche Proteinquelle angewiesen, doch die Industrieländer nehmen sich das Dreifache der benötigten Menge. Die Gier übersteigt den Bedarf und gefährdet die Erholung der Fischbestände des Meeres. Begleite uns auf der nächsten Etappe unserer Expedition, wenn wir gegen Piraten und illegale Fischerei vorgehen.
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